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Kommunizieren in ausserordentlichen Situationen

Die vergangenen Monate haben es gezeigt: In Krisenzeiten ist eine klare und verständliche Kommunikation das A und O. Das gilt nicht nur für Bund und Kantone, sondern auch für Gemeinden. Denn sie haben in entsprechenden Phasen oft eine wichtige Ankerfunktion und wirken als Stabilisatoren der Gesellschaft. Herausfordernd hinzu kommt, dass digitale Plattformen und Dienstleistungen zunehmend an Relevanz gewinnen, was Knowhow in diesem Bereich voraussetzt.

Maja Pesic, Lehrgangsleiterin des CAS Digital Public Services and Communication an der FHS St.Gallen, hat für das Magazin «Schweizer Gemeinde» in fünf Tipps festgehalten, worauf es beim Kommunizieren in Krisenzeiten ankommt. Zudem kommt im Beitrag auch Marcel Kamm zu Wort. Er ist Dozent im besagten Lehrgang und verrät im Kurzinterview, was man in der Krisenkommunikation vermeiden sollte. Letztlich wird das Thema auch aus kommunaler Perspektive beleuchtet. Aurelio Zaccari, Gemeindepräsident von Waldkirch und Absolvent des CAS Digital Public Services and Communication, berichtet über die Erfahrungen seiner Gemeinde.

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«Die Ampel steht jetzt auf Orange»

Nebst Unternehmen aus der Privatwirtschaft, bietet auch der öffentliche Sektor seine Dienstleistungen zunehmend über das Internet an. Wie gelingt es, digitale Services auf clevere Art und Weise in die gesamtheitliche Kommunikation zu integrieren? Eine Frage, mit der sich Moritz Friess beschäftigt. Neben seiner Tätigkeit in der Kommunikationsagentur Feinheit unterrichtet er im CAS Digital Public Services and Communication an der FHS St.Gallen das Modul «Digitales Campaigning, strategische Orchestrierung der Kanäle und passende Tools». Im Interview erklärt er, wie sich Institutionen angesichts der zunehmenden Digitalisierung wappnen sollen und was er als Dozent vermitteln möchte.

Herr Friess, wieso engagieren Sie sich im CAS Digital Public Services and Communication?

Innovation entsteht nur im Austausch. Der CAS Digital Public Services bringt dazu unterschiedliche Menschen in einen Raum. Ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Zudem engagiere ich mich, weil Public Services für eine funktionierende Gesellschaft in der Schweiz von zentraler Bedeutung sind. Erfahrungsgemäss lässt sich auf diesem Gebiet schon mit kleinen Schritten eine grosse Wirkung erzielen.

Können Sie ein Beispiel eines solchen kleinen Schrittes nennen?

Es braucht nicht viel, um als Institution eine einfache Übersicht zum aktuell bestehenden Medieneinsatz und zum anzustrebende Medieneinsatz innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre zu machen. Nur schon das kann in der enorm fragmentierten Welt der digitalen Kommunikation Ruhe und Übersicht schaffen, die der zielgenauen Kommunikation dient und nicht zuletzt auch den Spass an dieser Arbeit zurückbringen kann. Ich sage damit nicht, dass die Kommunikationsarbeit bis jetzt keinen Spass mehr gemacht hat. Ich beobachte aber vermehrt, dass die digitale Kommunikation viel Unruhe durch ihre schier endlosen Eventualitäten stiftet. Und Unruhe macht nie Spass.

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